Orientierungsmarsch Lebach

Bericht des „Einzelkämpfers“ der RK Hassel OF d. R. Udo Brandel:

Am Samstag, den 25.04.09 führte die RK Lebach ihren 33. Orientierungsmarsch durch. Teilnehmer waren außer den RK´s auch aktiven Soldaten, das THW und Rote Kreuz. Anders als in den letzten Jahren erstreckte sich diesmal das Übungsgelände im Raum Lebach (Landsweiler, Standortschießanlage, Falscheid, Zollstock und Eidenborn). Bedingt dadurch hatten die RK und die aktiven Soldaten aus Lebach ein so genanntes Heimspiel und Vorkenntnisse. Als Aufgaben waren gefordert: den Marsch nach Koordinaten, Marschkompasszahl, Bezugpunktverfahren und nach Luftbild, des Weiteren Fragen über militärische Themen zu beantworten, Entfernungsermittlung von Pappsoldaten im Gelände, Schießen im AGSHP – Raum.

Zum Erstaunen traf ich unseren aktiven SU Christian Jentes von unserer RK am Meldekopf des 3. FschJgBtl 261 und einen OG Andreas Rothe aus Rohrbach, der viele Jahre mit meinem ältesten Sohn bei der Viktoria St. Ingbert Fußball spielte. Er wurde gleich zum Beitritt in die RK Hassel, nach seiner aktiven Zeit, ergattert. Nach der Erledigung der Formalitäten wurden wir im U – Raum begrüßt und in den Übungsablauf oder Wettkampfbestimmungen eingewiesen.

Als ausgeloste 5. Gruppe ging es für uns kurz nach 08:00 Uhr auf die ca. 14 km lange Strecke.
Ich ergänzte die Gruppe der RK Spiesen-Elversberg mit der beiden Teilnehmern Oberst d. R. Udo Lauer und SU d. R. Thomas Kammer als den so genannten Einzelkämpfer (O –Ton von Alfred) unserer RK. Ob dies eine Verstärkung oder Schwächung sein sollte, klärte sich schon nach ca. 2 km der Marschstrecke, als das Trauma sämtlicher Marschierer mich befiel und sich meine Sohle von meinem einen Kampfstiefel löste und abfiel.

So gesehen musste ich die verbleibende Strecke als “ einbeiniger Bandit “ fluchend zurücklegen. Sollte doch der Marsch über Felder, Wiesen, Äcker, Feldwege, Wege, Pfade, Straßen und einer stillgelegten Gärtnerei in einer guten Zeit zurückgelegt werden.

Außer dem ersten Auftrag, bei dem wir eine wirklich kleine Teilausschnittskarte besaßen, mussten wir fast überwiegend nach der Marschkompasszahl ohne Karte marschieren. Dadurch war ein Arbeiten mit meinem Kartenwinkelmesser bereits erledigt. Ein super genaues anjustieren mit dem Kompass war erforderlich, sonst hatte man die Station auf einer Marschlänge von z. B. 1200 m schnell verfehlt. Frustriert über eine nicht vorhandene Karte und unnötigen Zeitverlust ballerten wir uns beim Schießen auf den 1.Platz. Auch den Fragekatalog erledigten wir mit dem 3. Platz, den wir ehrlicher Weise, ohne unseren Oberst Udo nicht erreicht hätten. Letztendlich reichte dies zu einem mittleren 8. Platz in der Gesamtwertung. Wenn wir im Marschieren etwas besser abgeschnitten hätten, wäre der 2. Platz in der Gesamtwertung herausgesprungen. Aber ihr kennt ja das Sprichwort, wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär!. Gekennzeichnet an den Kampfstiefeln von Ackerdünge, starker Verschmutzung, Blütenstaub und gelben Rapsblüten ging es etwas abgekämpft in den gemütlichen Teil über. Bei Schwenker, Rostwürste und Weizenbier wurde auf dem Gelände der RK Lebach der Abschluss mit der Siegerehrung gefeiert. Bei idealem Marschwetter wurde manch netter Plausch geführt und sich gestärkt bzw. Wunden geleckt.
Trotz das wir uns heimlich mehr erhofften, ging es gegen 18.00 Uhr auf den letzten Marschteil, nämlich gut gelaunt nach Hause. Ich denke, es hat uns drei allen gut gefallen und Spaß gemacht, so dass wir das nächste Jahr erneut angreifen werden.

Bericht: Udo Brandel
Bilder: Udo Brandel, Thomas Kammer

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